Aug 07

Ein Ende und der Anfang

Es ist vollbracht.

Das Ende aller Sorgen ist in Sicht und zum Greifen nahe. Und an genau dieser Stelle sollten seit letztem Dienstag -!- ca 14:30 Uhr ungefähr trölfhundert Feuerwerkraketen stehen, die zusammen mit dem Freudentaumel, metaphorischem in die Arme fallen und Glückstränen in etwa verdeutlichen, wie in mir die Reaktion auf die letzten Ereignisse aussieht, die zu groß sind, um sie aufzuschreiben.

Ich klinge nüchtern und gefasst, das weiss ich.

Liegt zum einen daran, dass heute Donnerstag ist und das alles mittlerweile sacken konnte; zum anderen daran, dass ich heute nen langen Tag im Büro hatte und mental und physisch eher platt bin. Trotzdem: ich weiß von mindestens einer Person, die sich grade fragt, wieso ich GRADE JETZT die Klappe halte, und irgendwie ist da schon was dran. ;D

Okay Folks… Q_Q
Es war nun so. Ich mach es kurz, weil ich sonst in 5 Stunden noch hier sitze:
- Mo wurde die Reise nach Deutschland gerichtlich verboten. Wir brachen zusammen. Sie übrigens nicht nur sprichwörtlich, was evtl in etwa die emotionale Lage verdeutlicht.
- Man stand wieder auf, legte Widerspruch gegen den Beschluss ein mit allem, was ging. Man hoffte, man flehte, man betete. Und wartete.
- Der Senat tagte und wir starben vor Aufregung, dann die Info: Entscheidung gefallen, dauert bis zu zwei Wochen, bis man sie bekommt. -_-
- Die Entscheidung kam: Widerspruch abgelehnt. Wir gingen in die Knie, aber Hoffnung stirbt zuletzt. Das kann nicht sein, das darf nicht sein. Mo mittlerweile emotional am Stock, Mika ebenso, Tiny auch. Stress.
- Tiny und ihr Kinderbeistand schreiben einen Brief an den Richter. Der Richter liest den Brief – und verlegt den Termin der Hauptverhandlung spontan von September auf Anfang August, denn er hat etwas wichtiges zu sagen, bzw will allen Tinys Brief vorlesen.

Tinys Brief rockt. Muss ehrlich sagen, dass ich jetzt auch nach mehrmaligem Lesen bißchen heulen könnte, wenn ich den so lese. Und den Hut ziehen. Mehrere. Wahnsinn, was die Kurze da geschafft hat. Das sind knapp 7 Seiten und sie sagen das, was Mo und ich eh schon wussten, der Rest aber bislang gern ignoriert hatte, weil kann ja nich sein.
Jetzt wissens alle. Was sie will, was sie fühlt, was sie denkt und was sie allen gerne sagen möchte.

Vor allem weiß es der Richter nun. Und der hebt damit den Beschluss auf. Und lässt beide umziehen. Sorgerecht verbleibt bei beiden Elternteilen, der Aufenthaltsort ist aber dort, wo Mama ist. Also in Deutschland. Und zwar bald. *__*
Sehr bald.
Um genau zu sein… in etwas mehr als einer Woche. *bwahwahwaaah*

Ich kanns immer noch nicht ganz glauben, weswegen ich mich auch immer noch schwer tue, das auch auszudrücken. Ehrlich gesagt wars schon so oft so, dass die Seifenblase zuletzt kurz vor Ende zerplatzt ist und selbst jetzt, nachdem uns kein Gericht mehr aufhält, traue ich mich kaum, daran zu glauben, dass wirklich alles gut sein soll.

Ein paar Tage noch. Vielleicht wird es dann realer.

Feb 11

Wieso heute alles irgendwie shice ist

Und in der heutigen Folge von “Guardian Days – Aus dem Leben des Halbemos Mika” erfahren wir, dass dieser heutige Montag eigentlich in Wahrheit in verkappter Dienstag ist. ::)

Wieso nochmal?
Sag ich euch.

Also als erstes möchte ich kurz anmerken, dass mich meine momentane Zeitknappheit extrem ankotzt. Ich hab kaum noch die Gelegenheit derzeit, in eure Blogs zu schauen und hab die böse Befürchtung, komplett den Anschluss zu verpassen. *wääh* Das ist extrem beschissen. Und ich will das nicht, ich vermiss euch. Hoffe ich kann das alles irgendwie bald mal wieder ändern. Drecks Internetfreie Bürozone, das ist wie Extremknast. *sigh*
Ab morgen bzw übermorgen hab ich erstmal kurz Urlaub, bin dann in Wien bei Mo und versuche, mal wieder ein wenig runterzukommen. Chillen und so, sacht man dazu ja heute. Hoffe ich komm dann auch endlich mal wieder zum nach-lesen.

Desweiteren hab ich grad erleben müssen, wie bekloppt das ist, bei Minusgraden auf der Bundesstraße mit Warnblinker zu stehen, weil sich der Auspuff ma spontan durch Durchrostung verabschiedet hat – und zwar so, dass sich das Teil so unterm Auto verdreht hat, dass man nicht weiterfahren konnte. Unglaublich genial in so ner Situation: Niemanden per Telefon erreichen weil wegen Rosenmontag! *aaargh*

Mein Dank geht hier jetzt erstmal an den guten Herman, der noch im Büro saß und sich ob meines verzweifelten Anrufs sofort bemüßigt fühlte, die hauseigene Werkstatt zu mobilisieren, auf dass mir ein rettender Mechaniker entgegeneilte. *auf Knien rutsch*
Weiterhin verleih ich Chris nen Orden, den ich in meiner Verzweiflung direkt nach meinem Dad angerufen hab weil ich nicht wusste, wen sonst – und der quasi drauf und dran war, mit quietschenden Reifen umzudrehen um mich von der Straße zu pflücken. War dann nicht notwendig weil wegen meinem Werkstattkollegen, der mir Minuten später den abgerosteten Auspuff vom Auto zwirbelte – aber ich bin grad happy, dass ich weiß, dass ich im Notfall auf meinen Lieblingschef zählen kann.

Jetzt bin ich zuhause – Auspuff liegt im Kofferraum – und ich bin sauer auf die blöden Werkstattfuzzis, denen ich vor n paar Wochen gesagt hab, dass n guter Freund von mir (hier: Dusty) gemeint hat, der Auspuff wäre arg locker, ob sie bitte mal nachgucken könnten und dies mit einem “quatsch, der is total fest” abtaten. … Ja. -_- Ich merks. Säcke ey…

Ansonsten hab ich (ua.) eine sehr ominöse Freundschaftskündigung per Facebook (!) bekommen, die ich erstmal für mich verdauen muss, weil… äh… n bißchen unerwartet. oO’
Erinnert mich grad wieder dran, dass man sich eigentlich nie sicher sein kann, …. ja. Also. Alles halt. Sicherheit gibts irgendwie generell nicht so wirklich, schätz ich. Kann das jetzt grad nur unter “schade” verbuchen, ansonsten gibts dazu irgendwie wenig zu sagen. ._.

Jan 29

Und nun offiziell: Staplerfahrer Mika

Wheee, ich hab dann wohl bestanden, wa? \o/

Und das, obwohl ich mich während des dritten Schulungsfilms zwischendurch wirklich in der Tiefschlafphase befand. Allerdings gehöre ich auch zu den seltenen Menschen, die tatsächlich diverse logische, iwie selbstverständliche und darüber hinaus ungefähr trölfzighundertmal wiederholte Sicherheitsvorschriften schon beim ersten Mal kapieren wenn mans ihnen erklärt; und wenn nicht direkt, weil ich grad so laut gegähnt hab, dass das Kieferknacken die Worte übertönte, dann spätestens beim zweiten Mal.

Demzufolge war das jetzt auch alles eher lässig. Müde macht albern, hab ich nur wieder bemerkt; hab zumindest heute mal wieder relativ wirsch geschlafen und hatte irgendwelche kruden, kryptischen Träume, in denen ich quasi den göttlichen Masterplan mit Hilfe von Bubble Witch Saga durchschaut hatte. (Diese bekloppten Minigames beim Fressebuch sind echt noch mein Untergang. >>’)

Jedenfalls kann ich jetzt erstmal das Wort “Mitgängerflurförderzeug” ne Weile nicht mehr hören, zumindest nicht, ohne ein gemeines Lachen unterdrücken zu müssen. Weiß jetzt spontan auch nicht, was ich daran so unglaublich lustig fand, aber nach so nem 10-Minuten-Film triggert der inflationär gebrauchte Ausdruck der Schulungsstimme irgendein Erheiterungszentrum; vermutlich weil man sich irgendwann nur noch unglaublich beknackt vorkommt.

Mit der Theorieprüfung war ich dann nach 5 Minuten soweit fertig und musste die restlichen 25 drauf warten, dass die letzten auch ma bald zum Ende kommen, die 30 Fragen mit Kreuzchen zu beantworten, deren Schwierigkeitsstufe ähnlich hoch gelagert war, wie:

Woran merkt man, dass die Ladung für den Stapler zu schwer ist?
- Man checkt das tolle Diagramm, was da irgendwo dranklebt und wo das abzulesen ist, wenn man weiß, wie lang und schwer die Ladung ist
- Man wartet, bis die Hinterräder inner Luft hängen
- Nudelsalat

oO

Prüfer war allerdings auch ne sehr coole Sau, muss ich sagen – hat Spaß gemacht. Und das Gähnen und Wegpennen hatte wirklich eher andere Ursachen, ich schwör!

Nach der Mittagspause gabs dann noch den Praxisteil der ganzen Schulung, bei dem wir jeweils diverse Holzpaletten von Stapel A auf Stapel B stapeln mussten, das war dank meiner gestrigen Übungsmission jetzt auch kein großartiges Thema mehr, zumindest hab ich mich nicht schlimmer angestellt als unsere Azubis teilweise, also war alles gut. Als ich danach noch in der Lage war, auf mein wundervolles Passfoto meinen Namen draufzuschreiben, ehe ichs dem Prüfer aushändigte… gabs dann glaub das Bestanden mit Sternchen und Schaumkrone.

Was sagt uns das? Viel Lärm um nix, aber das wurd mir ja sowieso schon gesagt. Eigentlich bin ich ein bißchen traurig jetzt, weil ich würd schon echt saugern auch Stapler fahren nu. *sigh* Hab das Teil ja jetzt eigentlich.. “nur so” weil quasi ein Muss in meinem neuen Laden da, ergo auch für Büroleute, man weiß ja nie. Glaub nicht, dass wir jemals ein so großes Büroarchiv haben, dass da mal so ein Gabelstapler zum Tragen kommt, zumindest nicht, wenn ich bald Herman hier ablöse und hoffentlich durchgesetzt kriege, dass nicht mehr jede Zahl des Programms auf drei Din-A-4 Seiten ausgedruckt wird. *steinkick* Nun ja.
Um es mit den verhassten Worten von J*ns zu sagen, der mir jetzt dafür vermutlich eine zimmern würde: “Man WEISS ja nich, wozu’s gut war.” ;D

In diesem Sinne:

(Na kommt schon, gebt euch den Klassiker! ^^)