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1

Freitag, 20. Januar 2012, 11:03

Band mit Kelets Lyrics und Prosa

Stellt das Band ins Regal.

+++

Die Nacht raschelt über unseren Köpfen
wie ein schwarzer Vampirumhang.
Wir gehen an ihr vorbei.
Ihre Spiele sind nicht für uns.
Soll doch ein anderer in den Armen der Dunkelheit zappeln.
Wir sind frei und rein.
Wir gehen an ihr vorbei.

So auch ich...haha...
lache gern...
solange es hell ist
und die Nacht noch fern.

Der Pik-As fällt aus dem Stoß alter Karten.
Heute wird sich entscheiden, wer gewinnt.
Wie ein Schiff mit einem Leck...
doch das Leben ist ein Fluß und man muss schwimmen.
Den Stürmen trotzen
und das ferne Ufer erreichen.

Die Nacht raschelt über unseren Köpfen
wie ein schwarzer Vampirumhang.
Wir gehen an ihr vorbei.
Ihre Spiele sind nicht für uns.
Doch solange in unserer Brust sich noch ein schlagendes Herz befindet,
können wir unter der Sonne wandeln und
der Nacht Hymnen singen.

So auch ich...haha...
lache gern...
solange es hell ist
und die Nacht noch fern.

+++

Es ist ein Schuss in die Schläfe
Der alles ändert
Es ist ein schwarzer Strumpf
Auf dem braungebräunten Bein
Es ist die Angst vor der Dunkelheit
Angst vor dem was sein wird
Es sind Schritte hinter der Ecke
Es ist...

Es ist ein Stein in der Hand
Es ist eine Rasierklinge
Echte Tage sind echte Tage
Es sind Menschen in grauen Mänteln
Die auf das Licht warten
Echte Tage...jaja...
Es ist...

Wenn es Tag ist dann zählt es nicht
Wenn Seppuku dann mit stumpfen Schwert
Wenn das Licht ausgeht dann ist Sünde = Sünde
Wenn ein Turm dann höher als alle anderen
...
Höher als alle anderen

+++

Vergessene Seele
Ein Wesen aus Stein
Wächter des Mondlichts
Du sahst wie alles anfing

In Nebel des Geheimnisses hülltest
du meine Welt ein

Ich lebte und dachte nicht nach
War gefangen in unheimlichen Träumen
Die Menschen die mich verfolgten, verschwanden
Genauso wie das Grauen meiner Existenz

Wie ein Stern im kosmischen Ozean
verschlucktest du meine verlorene Seele

Verloren in der Stille
Große Gefühle
Auf dem unendlichen Weg ins Nirgendwo
Leere Visionen
Tödliche Traurigkeit
Ich wate in Tränen gefallener Engel

Der Untergang gab mir Stärke
Die Suche nach dem Sinn
Dort wo die Stille rein ist
Das Kind kann wieder fühlen
Nichts kann die Wahrheit besiegen

Wie ein Stern im kosmischen Ozean
verschlucktest du meine verlorene Seele

Verloren in der Stille
Große Gefühle
Auf dem unendlichen Weg ins Nirgendwo
Leere Visionen
Tödliche Traurigkeit
Ich wate in Tränen gefallener Engel

+++

2

Freitag, 20. Januar 2012, 11:07

+++

In der Stille der Nacht
Starren einander an aus leeren Augenhöhlen
Können nicht mehr aufhören

Gewaltige Stille
Stille Gewalt
Wir sind allen
Wie heimatlose Kinder

Ich verliere deine Hand
Die Erinnerung bringt sie mir zurück

Vielleicht ist die Liebe = Hass
Vielleicht ist der Schmerz mein Glaube
Ich wische mir die Tränen weg
Hörst du die Stimmen?
Soll ich ihnen glauben?

Liebe ist mein Glaube
Ich werde ihn niemals verlieren
Ein Berührung
Ein Kuss
Besser als Lügen

Vielleicht ist die Liebe = Hass
Vielleicht ist der Schmerz mein Glaube
Es muss sich etwas ändern
Hörst du die Stimmen?
Soll ich ihnen glauben?

Ich kann damit nicht mehr aufhören
Ich zerstöre alles auf meinem Weg
Ist es zu spät für dich mich zu hassen?
Soll ich lernen dich zu hassen?

...dich zu hassen
...dich zu hassen
...dich zu hassen

Vielleicht ist die Liebe = Hass
Vielleicht ist der Schmerz mein Glaube
Ich wische mir die Tränen weg
Hörst du die Stimmen?
Soll ich ihnen glauben?

Soll ich...
...ihnen glauben
...glauben

+++

Komm Mikail, komm
Schau dem Sturm zu
Ein großer und wunderbarer Quell der Leidenschaft ist in ihm
Er fegt über grüne, duftende Wälder hinweg
Das Antlitz des Himmel wölbt sich darüber

Wie schläft es sich in so einer Nacht? ;)
Die Stille kriecht langsam aus deinem Fenster heraus
Der Wind quetscht sich krächzend unter deiner Tur hindurch
Stürmisch wird diese Nacht
Keine Behausung kann dich noch vor diesem Sturm schützen

Komm Mikail, komm
Schau dem Sturm zu
Er wird mit dem Leben geboren und
Mit dem Leben verschwindet er wieder
Mal ist er schwach, mal ist er mächtig

Ich sehe doch, dass du nicht schlafen kannst ;)
Ein Windhauch löschte die Kerzen an deinem Fenster
Hab keine Angst und komm heraus
Hinter dem nächsten Blitz warte ich auf dich
Ein große Unruhe wurde mir gegeben
Dann, wenn der Sturm vorbei ist -
Ein paar Augenblicke der Seligkeit

Doch Mutter Natur ist uns heute wohlgesonnen
Sie schickt uns ihre Donnerkutsche
Hörst du die Pferdehufe?
Wie sie die Luft erzittern lassen
Es liegt ein langer Weg vor uns
durch die blitzhelle Nacht

Komm Mikail, komm
Schau dem Sturm zu
Mit mir
Heute Nacht

+++

(für alle die je für mich da waren)

Süßer Traum löscht Feuer deiner Augen
Kaum merklich berühren meine Lippen deine Stirn
Auf deinen Wimpern legt sich der müde Tag zur Ruhe
Du schläfst so süß und ich flüstere in dein Ohr:

Danke für die Tage, danke die Nächte
Danke für das Führen durch den Nebel
Danke für deine unerschütterliche Geduld...

Die Zeit verbindet sich zu einem Kreis
Viele Jahre mögen vergehen
Doch nach wie vor werde ich mich über dich beugen,
dich auf die Stirn küssen und in dein Ohr flüstern:

Danke für die Tage, danke für die Nächte
Danke für das Ziehen aus dem Schmerz
Danke für deine unerschütterliche Geduld...

Wie von meinem Blut bist du
Wie glücklich du ruhst
Soll dein Schutzengel weiterhin so gut über dich wachen
Mehr gibt es für mich nicht zu wünschen
Du schläfst so süß und ich flüstere in dein Ohr:

Danke für die Tage, danke für die Nächte
Danke für deine Freundschaft
Danke für deine unerschütterliche Geduld...

+++


Mikael

Legal Assassin

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Beruf: Masterchief

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3

Freitag, 20. Januar 2012, 11:07

Total schön, danke dass du das hier archivierst.

Edit: Omg, da ist ja noch eins für mich dabei. <3


Nichts ist wahr. Alles ist erlaubt.



4

Freitag, 20. Januar 2012, 11:12

+++

(Dieses Gedicht ist von mir)

In meinen alten Garten
Flieg mein Täubchen
Dort hängen Träume
Auf allen Ästen, mein Täubchen
Dort fließt ein Bach und hoch ist das Gras
Das Bett aus Maiglöckchen ist leer
Flieg in meinen Garten, Täubchen

Wir werden die Träume von den Ästen pflücken
Wie süß sie doch sind und so selten
Noch süßer ist nur deine Haut
Rosen fallen auf dein offenes Haar, Täubchen

In meinem Garten
Leben drei Krähen
Sie sagen dir seit Tagen ein Unglück voraus
Der Abschiedsstern leuchtet über dir
Die letzte Liebe ist die reinste
Flieg lieber weg, mein Täubchen

+++

Zurück aus dem Kampf
Du bist traurig
Ich kann es sehen
Du hast wieder dein Leben verloren
Du bist traurig
Ich kann es fühlen

Mach die Tür auf
Komm rein
Riskier es
Leg deine Sorgen zu meinen Füßen
Mach die Tür auf
Komm rein
Riskier es
Hier findest du deine Ruhe

Schlaf ein
In meinen Armen
Träum dich in meinen Gedankenpalast
Schlaf ein während ich deine Wunden heile

Ich blicke in deine Augen
Es genügt mir
Vergib mir
Ich war zu lange weg
Vergib mir
Dein Herz sieht aus wie ein Schlachtfeld
Vergib mir
Ich sah es nicht
Vergib mir

Mach die Tür auf
Komm rein
Riskier es
Leg deine Sorgen zu meinen Füßen
Mach die Tür auf
Komm rein
Riskier es
Hier findest du deine Ruhe

Schlaf ein
In meinen Armen
Träum dich in meinen Gedankenpalast
Schlaf ein während ich deine Wunden heile

Wenn du aufwachst wirst du nicht allein sein
Erschreck dich nicht wenn du mein wahres Ich siehst
Wenn du aufwachst wirst du nicht allein sein
Erschreck dich nicht wenn du in meine Seele blickst

Schlaf ein
In meinen Armen
Träum dich in meinen Gedankenpalast
Schlaf ein während ich deine Wunden heile

+++

Ich lasse dich nicht aus den Augen
Sehe deine Tränen
Höre dein Rufen
Ich warte auf dich
Warte sehnsüchtigst

Ich bin der Schatten an der Wand
Die Pfütze über die du springst
Ob du mich brauchst oder nicht
Bin ich in deinen Träumen,
In der Melodie die dir nicht aus dem Kopf geht
Ich bin dein Wächter

Du brauchst mich nicht zu rufen
Ich höre dich
Du brauchst nicht nach mir zu suchen
Ich finde dich
Du brauchst nicht zu warten bis es Tag wird
Ich schlafe nicht
Du brauchst nicht an mich zu glauben
Ich glaube an dich

Alles was du falsch gemacht hast
Alle Schmerzen die du erleiden musst
Du denkst ich weiß nichts davon
Ich bin jedes Mal hautnah dabei
Ich stehe neben dir
Sehe deine Tränen
Höre dein Rufen
Ich bin dein Wächter

Du brauchst mich nicht zu rufen
Ich höre dich
Du brauchst nicht nach mir zu suchen
Ich finde dich
Du brauchst nicht zu warten bis es Tag wird
Ich schlafe nicht
Du brauchst nicht an mich zu glauben
Ich glaube an dich
Ich glaube an dich
Ich glaube an dich

+++


5

Freitag, 20. Januar 2012, 11:15

+++

Wo bist du Nacht mit deinen tiefen Schatten?
Hast mich verborgen und geschützt.
Hast mich versteckt,
meine Verzweiflung, Tränen,
die Wut die mir durch jede Pore dringt.
Ein Schrei erstickt in meiner Kehle.
Ich höre wie die Uhr des Lebens tickt.

Vorbei, verloren und gestorben.
Der einzig Wunsch der gilt dem Schmerz.
Mein Herz eilt vor mir ...doch die Seele...
die Seele möchte himmelwärts.
So Schritt für Schritt geh ich voran
mich zu beeilen wie ich kann
hat keinen Sinn.
Bin angekommen.
Steh am Rande.

Nun blick ich in den Abgrund
und er blickt in mich.

+++

(Hey auch eins von mir)

Du sitzt vor mir
so zart, zerbrechlich
und Tränen laufen haltlos über dein Gesicht.

Du sprichst von dir und mir
Verbundenheit und Gleichheit,
doch glaube mir das sind wir nicht.

Von deiner Schwäche wie verzaubert
fühl ich mich wie der böse Wolf.
Zerstören will ich deine Hülle
befreien das was ihn ihr wohnt.

Oh, halte ein, kein Wort mehr, hörst du.
Ergötzen möcht ich mich an deiner Pracht.
Das was erhoffst du dir,
das was du wolltest,
liegt nun nicht mehr in deiner Macht.

+++



Kelet

~ Alien ~

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6

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 13:18

Habe gerade die uralten Geschichten gefunden.
Ich packe sie einfach hier rein.

+++

Die verwelkende Liebende

Du kommst mir entgegen.
Zweiteiliger Anzug mit Rock, eine Bluse und hochhackige Schuhe.
Korrekt wie immer. „Da bist du ja, mein großes Mädchen!“ sage ich zu dir.
Du bist einen Kopf größer als ich.
Dein langes braunes Haar umspielt deine Schultern.
Unter einem Pony glänzen neugierig große braune Augen.
Du lächelst michan und sagst, dass du mich vermisst hast und dass du müde und hungrig bist.

Wir gehen in das kleine rustikale Restaurant und nehmen in einer ruhigen Ecke platz.
Ich bestelle dir etwas zu essen und ein Getränk für mich.
Wir sprechen über dies und das. Belanglosigkeiten die unser Leben begleiten.
Unwillkürlich gleitet unser Gespräch zu bestimmten Foren und den damit verbundenen Personen.
Über eine Person spreche ich besonders gerne.
Du erzählst mirüber deine letzte Begegnung mit ihm und sagst dass er sich fast genauso kleidet wie ich.

Dasselbe schlichte Schwarz und klassische Formen.
Du beschreibst ihn mir, seine Bewegungen, seine Worte.
Ich hänge an deinen Lippen und vergesse alles um mich herum. Sogar
deine Schönheit.
Etwas später als du mir von dem jungen Mann, in den du dich verliebt hast, erzählst,
werde ich deiner Schönheit wieder schmerzhaft bewusst.

Sichtlich erregt und mit glänzenden Augen erzählst du mir von ihm.
Du nimmst meine Hand, als würdest du meinen Beistand brauchen.
Deine langen Finger spielen nervösmit meinen.

Du klagst über dein Schicksal und fragst mich um Rat. Deine Nervosität überträgt sich auf mich.
Mein Glas zittert unmerklich in meiner Hand. Ich rate dirdiesen Mann nicht mehr zu sehen.
Seinem Verhalten dir gegenüber nach zu urteilen, will er nicht mal eine Freundschaft.
Er ist ein Casanova und für eine feste Beziehung, wie du sie anstrebst, nicht geeignet.
Du bisteinsam. Ich fühle das bis in die Tiefen meines Herzens, doch ich kann dir nicht helfen.

Ich begleite dich zu deinem Auto. Wir setzen uns hinein und hören deine Lieblingsmusik.
Irgendwann hole ich eine CD aus meiner Tasche. Neue Stücke von deiner Lieblingsband.
Ich gebe sie dir und du brichst in Tränen aus.
Du weinst dich auf meiner Schulter aus während ich dein schönes Haar streichle.
Weißt du, dass du wunderschönbist, sagen dir meine Augen?
Doch du verstehst ihre Sprache nicht. Du bedankst dich für die CD.
Ich bitte dich still zu halten, damit ich dich auf die Wange küssen kann,
doch du zappelst herumund ich lande auf
deinem Mund.

Meine Lippen auf deinen. Du erschreckst. Deine Augen füllen sich mit Tränen.
Paar Abschiedsworte und ich steige aus.


Zuhause angekommen finde ich keinen Schlaf. Meine Kleidung duftet nach dir.
Dein Duft hüllt mich ein, sticht gleich einem Dolch in mein Herz.
Noch eine Umarmung... noch einmal deine Haut...dein Haar berühren zu können.

(Siehst du denn nicht, dass du dich im Kreise drehst.
Gefangen in der Vergangenheit, die zu verarbeiten du nicht die Kraft hast.
Du machst weiterhin Ausflüge zum Haus des
Mannes
um wenigstens in seine hellerleuchteten Fenster zu schauen
hinter denen er mit anderen Frauen schläft.)

Ich lasse mich kraftlos auf den Teppich fallen. Ich singe leise ein Lied...du hörst mich nicht.
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

Kelet

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7

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 13:33

Der Ritter

Da saß er hoch zu Ross und sein Haar leuchtete golden in der Sonne.
Die Menschen um ihn herum jubelten und die Luft war voller Blütenblätter, die sie ihm entgegen warfen.
Ja, da saß er nun, ihr Ritter. Er war zurück, wie sollte es auch anders sein und sie war erleichtert, dass er wohlauf war.
Seine Augen leuchteten und ein triumphierendes Lächeln umspielte seine Lippen.
Anscheinend genoss er den ganzen Tumult, der um ihn gemacht wurde.
Sein Blick aber war in die Ferne gerichtet, der Sonne entgegen. Woran er jetzt wohl dachte?

Wie wundervoll sah er in dieser schwarzen Rüstung aus, würdevoll und stark.
Sie wusste nicht wieso sie hierher kam, den sie konnte diese Menschenaufläufe nicht leiden.
Kam sie um ihn zu sehen? Seine Gestalt, ertrunken in diesem Meer aus Jubel und Blütenblättern. Sein Gesicht, das Leuchten in seinen Augen. Er hatte gesiegt, für sie wird er immer ein Sieger sein.

Eine Blume, von einem Mädchen aus der Menge geworfen, berührte seinen Handschuh.
Sein Blick senkte sich, er betrachtete den Handschuh. Feinstes Leder, sorgfältig verarbeitet.
Sie hat Wochen damit verbracht, dieses Paar Handschuhe für ihn zu nähen.
Nun ahnte sie was folgen würde, zog die Kapuze über die Augen
und verschwand hinter dem breiten Rücken eines Kaufmannes, der hinter ihr stand.
Sie konnte sehen, wie sein Blick über die Menschenmassen wanderte.
Er hatte sich an sie erinnert und hoffte sie unter den Anwesenden zu erkennen.
Wieso suchte er sie, er weiß doch genau, dass sie niemals kommen würde.
Sie, die immer keine Zeit und nur ihre Arbeit im Kopf hat.

Dann gab er die Suche auf und bahnte sich den Weg durch die Menge. Schnell ritt er der Sonne entgegen.
Sie nahm die Kapuze herunter und sah ihm nach, bis er zu einem winzigen Punkt auf der Landstraße wurde.
Die Angst, dass er zurückschauen würde hatte sie nicht,denn er sah nie zurück.

Die Menschenmenge floss auseinander. Sie stand da und schaute ihm nach.
Der Wind zerzauste ihr kurzes Haar und sie zog den Mantel enger um sich, dann sah er zurück.

Hatte er sie erkannt? Nein, wahrscheinlich nicht.
Auf diese Entfernung könnte man sie für einen Mann halten, denn sie trug nur selten Frauenkleider.
Es war an der Zeit zu ihrer Arbeit zurückzukehren.

+++

weitere Geschichten folgen
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

Mikael

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8

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 20:59

Oh ja, mach das mal. Ich hab das Lesen echt genossen. Und es kommt mir bekannt vor, hattest du die schon mal irgendwo stehen?


Nichts ist wahr. Alles ist erlaubt.



Kelet

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9

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 12:32

Denke, dass einige der Leute die beim vorigen Board dabei waren die Geschichten kennen.
Die hatte ich in meiner Gruft stehen :).
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

Kelet

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10

Montag, 17. Dezember 2012, 12:39

Die Schöne und das Biest
( oder das schöne Vampyrmädchen und die Bestie)

Es war einmal, jenseits der Wälder, ein finsteres Schloss, das eindrucksvoll vor meinen Augen
emporragte...
Der Legende nach dringt das Sonnenlicht nicht bis in sein Inneres vor und der dichteste Nebel
liebkost die entstellten Gesichter der in Einsamkeit Geborenen.
Kein Kobold wagt es, sich der Festung zu nähern und selbst die schönsten Nymphen fliehen
in Angst und Schrecken vor seiner dunklen Silhouette.
Ich jedoch fürchtete mich nie. Und wenn ich die Wälder durchquere um seine hohen Zinnen
zu betrachten, sind meine Sinne wie verhext und ich bin trunken von den süßen Düften, die
Nacht für Nacht aus ihm herausströmen.

(by Victoria Francés)

Doch nicht die Düfte lockten mich dorthin, sondern die Hoffnung auf ein dunkles Verließ,
in dem ich mich in Ketten legen konnte.
Die feuchte, kalte Luft, der harte Steinfußboden, das rasseln der alten Ketten...dies alles
brauche ich um die Bestie zu besänftigen.
Dort harre ich solange aus bis sie sich beruhigt hat.
Ich fühle wie sie müde wird, nehme mir die Ketten ab und begebe mich in die oberen
Gemächer, dabei vermeide ich dir über den Weg zu laufen.
Deine Anwesenheit kann ich schon seit einer Weile in diesem Schloss spüren.

Du hast dir in einem der Salons bequem gemacht und es wäre nicht angebracht dort blut-
und schlammverschmiert und mit zerfetzten Kleidern zu erscheinen.

Ich begebe mich in eins der Bäder um mich zu säubern und dem Anlass entsprechend
anzukleiden. Heute verlangt es mir nach Schwarz, viel Schwarz. Ein schwarzes
feines Baumvollhemd mit hohem Kragen, ein schwarzes seidenes Halstuch, darüber ein
gut sitzender Anzug mit Weste, handgefertigte schwarze Lederschuhe. Zum Schluss
ziehe ich noch samtene Handschuhe über die aufgerissene Haut meiner Hände.
Noch ein letzter, kritischer Blick in den Spiegel und ich betrete den Salon mit dem
Lustig berennenden Feuer im Kamin und dem bezauberndsten Mädchen inmitten
zahlreicher Kissen auf dem großen Sofa liegend.

Langsam nähere ich mich dem Sofa um dir zur Begrüßung die Hand zu küssen und
nehme dann dir gegenüber in einem der Sessel platz.
Schatten huschen über dein schönes Gesicht.
In deinen hellgrünen Augen spiegelt sich die Flamme des Kaminfeuers.
Was für ein Schauspiel: Ein grüne Wiese in Flammen stehend.

Wie gerne würde ich dich aus diesen Kissen befreien, dich in meine Arme nehmen,
an mich drücken, spüren was in dir vorgeht, sehen wie dein rotblondes seidiges Haar
sich mit meinem vermischt.
Endlich die verhassten Handschuhe ausziehen und deine Hände berühren, dein Gesicht.
„Wie ist es, dein Opfer zu sein?“, würde ich in dein Ohr flüstern.
„Sehr schmerzhaft wird es wohl nicht sein, denn wer umgarnt und verführt wird
spürt keine Schmerzen. Ob dich deine Opfer genauso lieben wie ich?
Wie schön es doch wäre in deinen Armen zu sterben. Deine Lippen auf meiner
Haut zu spüren und den süßen Schmerz!“

Doch ich glaube zu träumen und sollte lieber aufwachen um festzustellen,
dass du nicht in meinen Armen liegst. Du liegst in deinen Kissen, ich sitze in
meinem Sessel und zwischen uns schwebt wie ein Schutzschild der Duft
deines Parfüms.
In der Innentasche meines Jacketts spüre ich das Schmuckstück, ein schlichtes
Silbercollier, das ich dir schenken wollte, doch den Mut dazu nicht besaß.

So löse ich meine Augen von deiner Schönheit um in die Flammen des
Kaminfeuers zu blicken.
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

Kelet

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11

Montag, 17. Dezember 2012, 12:51

Die Schöne und das Biest:
Das Collier.


Dunkel. Alles schläft.
Nur ein später Vogel fliegt bisweilen fast lautlos durch den Wald.
Auf der Erde krabbelt Kleingetier, fern von unseren Gedanken,
von unseren Stürmen.

Ich stehe in einem dunklem Zimmer und schau aus dem Fenster.
Auf dem Tisch neben mir brennt ein Kerze.
Gerade erst im Schloss angekommen und in Gedanken schon wieder
auf dem Rückweg. Ich werde nicht lange bleiben und behalte meinen
mit Schafsfell gefütterten schwarzen Mantel an.
Nach einer Weile lösche ich die Kerze und gehe nach unten.
Du bist noch im Ankleidezimmer und ich hoffe dir mein Geschenk
übergeben zu können bevor du dein Parfüm aufträgst.

Wie einladend doch die zu einem Spalt geöffnete Tür des Ankleidezimmers wirkt.
Ich schlüpfe hinein und muss meine Augen vor dem Licht der vielen Kerzen
schützen.
Dann erblicke ich dich in einer smaragdfarbenen Robe vor dem Frisiertischchen
sitzen. Deine Frisur ist jetzt fertig, du lässt deine Hände hinab, doch bevor du
zum Parfümfläschchen greifen kannst stehe ich schon hinter dir.

Ich lege dir mein Hände auf die Schultern und schmiege meine Wange an deine.
Eine klingende Stille erfüllt den Raum in dem wir uns gegenseitig im Spiegel betrachten.

„Ich habe dir etwas mitgebracht“ flüstere ich und hole das Collier aus meiner Manteltasche.
Das kleine fast unscheinbare Silberschmuckstück fühlt sich kalt an, also reibe ich meine
Handflächen aneinander und die Wärme darin überträgt sich auf das Metall.

Dann lege ich dir das Collier an und lasse die kleine Schließe irgendwo unter deinem
Haar einrasten.
Wieder betrachte ich dein Spiegelbild.
Was für eine kühle Schönheit dich doch umgibt.

Die Worte, die du sprachst jagen in meinem Kopf herum:
„Warum, dürfen meine Lippen deine Haut nicht berühren?“
„Warum willst du überhaupt meine Haut berühren?“ sage ich leise in den Raum hinein.
„Was erhoffst du dir davon?....dass ich vor Lust vergehe, wie eins deiner Opfer?“
Ich ertappe mich dabei energisch hinter deinem Rücken hin und her gehen.
„Auch wenn du jeden Zentimeter meines Körpers küssen würdest...
was denkst du, was dann passieren wird? Absolut nichts.
Es spielt keine Rolle was du mit mir machst,
Gefühle der Menschen werden mir auch weiterhin fremd bleiben.“

Am Spiegel vorbei erblicke ich dein Gesicht.
Erschreckt, verstört, die Augen weit aufgerissen.
Ich bleibe stehen und lege dir meine Hände auf die Schultern.
„Nur weil ich nett zu dir war, behauptest du mich zu lieben.
Niemand sollte so ein reines Gefühl an mich verschwenden,
denn wer mich liebt wird unweigerlich zu einem Teil von mir...“
sage ich und blicke deinem Spiegelbild in die Augen.
„...weil ich ihn töten und fressen werde.“
Die letzten Worte kommen wie ein Zischen aus meinem Mund.
Meine Hände krallen sich in deine Schultern so dass du vor Schmerz zusammenzuckst.
Plötzlich lasse ich dich los und gehe zur Tür.

Ich bleibe stehen und lehne mich an den Türrahmen.
Betrachte verträumt die Schatten auf den Wänden tanzen.

„Die Bestie aber fühlt nichts und bereut auch nichts.
Sie ist dieser galante Kavalier, der dich immer besuchen kommt.

Sie jagt um ihren Hunger zu stillen.
Manchmal verführt sie auch Menschen,
um sich über ihre seltsamen Gefühlsregungen zu amüsieren.
Wie du siehst bin ich so abgrundtief böse,
dass sich der Himmel erzürnen müsste.
Er tut es aber nicht, was jammerschade ist!
Ich würde so gerne zur Hölle fahren!
Du weißt gar nicht wie gerne!
Mit Pauken und Trompeten!“

Ich stoße die Tür auf und wende mich zum gehen.
Bleibe jedoch kurz stehen und werfe einen letzten Blick auf dieses schöne,
verschreckte Wesen vor dem Spiegel.
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

Kelet

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12

Dienstag, 12. November 2013, 14:42

+++

Die Natur hat kein schlechtes Wetter,
Jedes Wetter ist wunderbar,
Regen oder Schnee, jede Jahreszeit,
Sollte man dankbar annehmen.

Echos seelischen Unwetters,
Herzschmerz, Einsamkeit, Traurigkeit,
Und die schlaflosen Nächte,
Sollte man dankbar annehemen.

Tod der Träume, Jahre und Gebrechen,
Mit jedem Jahr wiegen sie mehr.
Das was dir die Natur gegeben hat,
Solltest du dankbar annehmen.

Wechsel der Jahre,
Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge,
Und der Liebe wunderbare Macht,
Auch wenn sie irgendwann vergeht,
Auch dass sollte man dankbar annehmen.

Die Natur hat kein schlechtes Wetter,
Wenn man die Zeit auch nicht aufhalten kann,
Den Herbst des Lebens, wie den Herbst des Jahres,
Sollte man ohne Klagen absegnen.

+++


(by Kelet)
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

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