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Elena

Starseed

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Donnerstag, 7. September 2017, 11:18

Dogma - Fessel der Menschheit

Kürzlich habe ich einen Film gesehen, Titel: Der Jungfrauenwahn. Heute eine Reportage über Indien und das dortige Kastensystem. Wenn ich hierzuland mich umschaue, muss ich an unser Wirtschaftssystem denken. Die Menschenwelt ist voll von dererlei – ja wie soll man das nennen – dogmatischen Vorstellungen? Geistigen Gefängnissen? Begrenzende Gedankenmuster?

Wie konnte es passieren, das sich die Vorstellungen von zum Beispiel eines einzelnen Menschen (der vielleicht nicht einmal besonders weise, intelligent, empathisch etc. gewesen sein muss) so ausgebreitet und verfestigt haben und sich in der Gedankenwelt und in der Realität so vieler Menschen manifestieren? Auch noch hunderte Jahre später? Und das es so unheimlich schwierig ist, als Individuum sich von diesen begrenzenden Mustern zu befreien und damit auch gewissermaßen die Gesellschaft in dem man lebt, offener und freier zu machen?

Warum werden solche dogmatischen Vorstellungen oft als etwas betrachtet, was von Gott käme und einem Naturgesetz gleich gestellt sei, das unverrückbar ist, wo es doch in Wirklichkeit Menschenwerk ist und es damit auch in der Macht des Menschen läge diese Dinge auch wieder zu verändern, aufzulösen bzw. sich davon zu lösen?

Ist es weil diese Vorstellungen einzelnen Menschen unverhältnis viel Macht gewähren? Die Macht über andere Menschen? Viele dieser Vorstellungen haben zugleich die Angst mit im Gepäck. Die Angst ist hier ein Mittel zum Zweck. Des Machtgewinnes. Des Profits. Die Angst vor der Hölle, die Angst vor einem strafenden Gott, die Angst kein Geld mehr zu haben, die Angst vor Obdachlosigkeit, die Angst vor Ausgrenzung, die Angst vor Bestrafung durch andere Menschen ...

Warum geben die Menschen ihre eigene Macht und ihre Freiheit an andere Menschen ab, an Institutionen, Konzerne, Religionen, Politiker ...? Warum hinterfragen sie so wenig den status quo?

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)

Kelet

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Montag, 11. September 2017, 00:13

Wie konnte es passieren, das sich die Vorstellungen von zum Beispiel eines einzelnen Menschen (der vielleicht nicht einmal besonders weise, intelligent, empathisch etc. gewesen sein muss) so ausgebreitet und verfestigt haben und sich in der Gedankenwelt und in der Realität so vieler Menschen manifestieren?
Weil, sehr viele Menschen genau das sind: nicht besonders weise, intelligent, empathisch usw.
Auch noch hunderte Jahre später?
Ja, auch noch hundert Jahre später...weil die Menschen sich niemals ändern werden.
Und das es so unheimlich schwierig ist, als Individuum sich von diesen begrenzenden Mustern zu befreien und damit auch gewissermaßen die Gesellschaft in dem man lebt, offener und freier zu machen?
Also, ich habe es geschafft.
Ich bin in einem kommunistischen Land zur Welt gekommen und meine Kindheit dort verbracht.
Mit 13 Jahren kam ich nach Deutschland und musste feststellen wie gehirngewaschen ich eigentlich bin.
Nach und nach stellte ich fest, dass die Dinge die mir eingebläut und eingetrichtert wurden nicht stimmen, z. B.
stellte ich für mich persönlich fest, dass die Deutschen nicht meine Feinde sind und auch keine Nazis (zumindest nicht alle).


Meine Mutter schaffte es nicht.
Die jahrzehntelange Gehirnwäsche machte bei ihr die ganze Arbeit.
Auch nach über 25 Jahren in Deutschland, hasst sie immer noch die Deutschen und sagt, dass sie alle Nazis sind.

Warum werden solche dogmatischen Vorstellungen oft als etwas betrachtet, was von Gott käme und einem Naturgesetz gleich gestellt sei, das unverrückbar ist, wo es doch in Wirklichkeit Menschenwerk ist und es damit auch in der Macht des Menschen läge diese Dinge auch wieder zu verändern, aufzulösen bzw. sich davon zu lösen?
Warum geben die Menschen ihre eigene Macht und ihre Freiheit an andere Menschen ab, an Institutionen, Konzerne, Religionen, Politiker ...? Warum hinterfragen sie so wenig den status quo?
Die Menschen sind zu leichtgläubig, zu bequem und zu ängstlich.
Sie lassen sich nur zu gerne einlüllen und in Sicherheit wiegen.
Es erscheint ihnen so viel einfacher an alles zu glauben was man ihnen sagt, als alles zu hinterfragen.
Deswegen schlafen sie weiter, während um sie herum alles zusammenbricht, weil sie es gar nicht merken.
Und ...

"Gelegentlich stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen."

(Winston Spencer Churchill)
"You can try to describe me but you'll never define me"

(The Relentness)

Elena

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Montag, 11. September 2017, 20:08

Also, ich habe es geschafft.
Ich bin in einem kommunistischen Land zur Welt gekommen und meine Kindheit dort verbracht.
Mit 13 Jahren kam ich nach Deutschland und musste feststellen wie gehirngewaschen ich eigentlich bin.
Nach und nach stellte ich fest, dass die Dinge die mir eingebläut und eingetrichtert wurden nicht stimmen, z. B.
stellte ich für mich persönlich fest, dass die Deutschen nicht meine Feinde sind und auch keine Nazis (zumindest nicht alle).


Ich finde das ist eine tolle Eigenschaft und eine große Leistung. Die Fähigkeit zur (Selbst)reflektion, zum Hinterfragen des status quo, der Konditionierungen aus der Kindheit, der Normen der Gesellschaft usw. Es bedeutet ja auch, sich selbst zu finden und wahrzunehmen und den eigenen Gefühlen zu vertrauen. Und Mut braucht es ja auch. Vielleicht fehlt manchen Menschen einfach diese "starke" Verbindung zu ihrem eigentlichen Selbst oder sie können dessen "Stimme" nicht gut hören, sodass sie gar nicht in die innerliche Lage geraten, das sich irgendwelche Widersprüche auftun oder so.

Das Zitat von Winston Spencer Churchill:

"Gelegentlich stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen."

... das finde ich klasse, muss ich mir merken. :-)
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Kelet

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Dienstag, 12. September 2017, 23:27

Ich finde das ist eine tolle Eigenschaft und eine große Leistung.
Eher eine große Leistung meiner Oma, die mich groß zog.
Sie hielt mich immer dazu an selbständig zu denken und alles zu hinterfragen.

Ich fing schon in der frühen Kindheit an mit Erwachsenen über ihre Taten zu diskutieren,
was mir Ablehnung und Schläge einbrachte.
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Lojko

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Sonntag, 17. September 2017, 01:05

Also, ich habe es geschafft.
Ja, das hast du Schwesterchen und hast dir, in Deutschland, dein Hirn nicht mehr waschen lassen,
weder von Lehrern, dem Fernsehen, den Politikern.





https://www.youtube.com/watch?v=dDhsdfuCRU4


Ich weiß nicht ob, auf dieser Welt, überhaupt ein Land gibt in dem die Leute nicht Hirngewaschen sind.
Too weird to live, too rare to die!
+++
~Ich bin tolerant. Ich hasse alle.~
+++
"Zwei gingen hinein, einer kam heraus, tick tack, einer im Sack."
(Dr.Wonder)

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